Florian Schneider

Florian Schneider
Senior UX Designer, Solution Manager Industry

15.03.2019 • 3 Minuten Lesezeit

Microsofts HoloLens 2

macht Lust auf mehr Mixed Reality

Schon lange vor der Einführung der Mixed Reality-Brille von Microsoft, der HoloLens, im zweiten Halbjahr 2016, haben wir bei Ergosign in ausgewählten Kunden- und einigen internen Forschungsprojekten die spannenden neuen Interaktionsmöglichkeiten genauer unter die Lupe genommen und erste Szenarien entwickelt. Es steckt viel Potenzial in Mixed Reality!

Leider waren die technischen Rahmenbedingungen der zur Verfügung stehenden Hardware einer der bisher großen limitierenden Faktoren für den letztendlichen Produktivitätseinsatz. Das soll sich nun ändern. Denn Microsoft hat auf dem diesjährigen MWC (Mobile World Congress) in Barcelona den lang erwarteten Nachfolger der Mixed Reality-Brille HoloLens, die HoloLens 2, vorgestellt!

Laut Microsoft sollen sich zwei der aktuell größten „Schmerzpunkte“ deutlich verbessert haben. Zum einen wurde das bisher zu kleine Sichtfeld im Vergleich zum Vorgängermodell mehr als verdoppelt. Und das ohne Qualitätsverlust bei einer gleichbleibenden Auflösung von 47 Pixeln pro Sichtgrad. Zum anderen soll die HoloLens 2 mit einem veränderten und ausgewogeneren Schwerpunkt viel ergonomischer auf dem Kopf zu tragen sein. Durch den Einsatz von Carbon ist das neue Gerät leichter und mit einem erstmals verbauten Klappvisier kann der Anwender sehr einfach und ohne die Brille absetzen zu müssen zwischen der Mixed Reality und der „echten Welt“ wechseln. Dieses Feature dürfte im täglichen Einsatz, insbesondere bei sicherheitskritischen Sichtprüfungen von physischen Bauteilen, seine Stärken ausspielen können. Zusätzlich wurde die HoloLens 2 neben dem bereits bekannten WLAN und Bluetooth 5.0 mit einem fest verbauten LTE-Modem ausgestattet. Das sollte die zukünftige Nutzung in Wartungsszenarien wesentlich unabhängiger von abgeschotteten Firmennetzwerken machen. Die Akkulaufzeit bleibt nach Angaben von Microsoft unverändert bei zwei bis drei Stunden.

Hands-free arbeiten mit der Mircosoft HoloLens, Quelle: Microsoft
Hands-free arbeiten mit der Mircosoft HoloLens, Quelle: Microsoft

Neben hardwareseitigen Neuerungen wartet die HoloLens 2 auch mit einigen sehr interessanten neuen Softwarefeatures auf. Dank der KI-basierten Auswertung des neuen Time-of-Flight-Tiefensensors lassen sich physische Objekte viel genauer erkennen. Die Hologramme können jetzt natürlicher im Raum platziert und mittels einer sehr präzisen Hand- bzw. Fingererkennung besser mit ihnen interagiert werden. Die verbesserte User Experience schlägt sich auch in den neuen und zusätzlichen Gesten nieder, welche nun viel natürlicher und intuitiver die Steuerung holografischer UIs erlauben. Interaktionen auf Buttons lassen sich so beispielsweise nicht mehr nur über die inzwischen zwar bekannte, aber eben nicht sehr intuitive Klickgeste, den Airtap (das schnelle Zusammenführen von Daumen und Zeigefinger im Sichtfeld der HoloLens), sondern auch mittels natürlichen Zeige- oder Drückbewegungen auf den virtuellen Objekten ausführen. Ebenso können zukünftig Objekte sehr intuitiv im virtuellen Raum gegriffen, neu positioniert oder instinktiv an den Ecken mit zwei Händen skaliert werden. Über neu integrierte Eyetracking-Sensoren kann eine biometrische Authentifizierung sichergestellt werden. Hologramme können dadurch der Blickbewegung des Nutzers folgen oder beispielsweise bewusst abseits des Blickfeldes im Raum platziert werden.


Den genauen Termin für die Auslieferung der HoloLens 2 hat Microsoft, wie inzwischen in der Branche zur Unsitte geworden, bei der Produktankündigung noch nicht bekannt gegeben.

Wir haben unsere Vorbestellung jedenfalls schon bei Microsoft platziert und sind gespannt, die Neuerungen alsbald selbst auszuprobieren und für unsere Kunden in spannenden Projekten umsetzen zu können.

Wer einen Einblick in unsere bisherigen Mixed Reality-Projekte mit der ersten Generation der HoloLens haben möchte, kann sich unsere Case Study und das Video zu unserem mehrfach prämierten Mixed Reality Showcase im industriellen Kontext anschauen.

Jetzt die Case Study zu unserem Mixed Reality Showcase ansehen.

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