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Rückblick auf die SPS IPC Drives 2016

10.12.2016

Nach drei spannenden Tagen auf Europas führender Fachmesse für elektrische Automatisierung, der SPS IPC Drives in Nürnberg, ist unser Team mit vielen neuen Eindrücken und Ideen im Gepäck zurück.

Ergosign präsentierte sich zum fünften Mal gemeinsam mit ihrem Kooperations-Partner Inosoft auf der Fachmesse, auf der sich mehr als 63.200 Besucher zu Themen wie „Industrie 4.0“ inspirieren ließen.

Wir danken allen Partnern, Interessenten und Kunden für das rege Interesse sowie die konstruktiven Gespräche und freuen uns bereits auf nächstes Jahr!

Save the Date: 28. – 30.11.2017


Impressionen und Highlights der SPS IPC Drives 2016 finden Sie in unserem Video.

Von Wireframe bis HiFi-Prototyp: Möglichkeiten und Grenzen für interaktive Big-Data-Visualisierungen

Wir alle wissen, dass interaktive Datenvisualisierungen ein wirkungsvolles Kommunikationswerkzeug sind, um auch komplexe Zusammenhänge einfach zu vermitteln: richtig angewendet, können Nutzer mit ihnen verborgene Muster aufdecken, Blickwinkel ändern und neue Ideen entwickeln.
Doch wie können wir Datenvisualisierungen erschaffen, welche die Nutzer bestmöglich bei ihren Aufgaben unterstützen? Und wie können wir interaktive Visualisierungen dort testen, wo sie gebraucht werden?

Einsichten und Erkenntnisse aus scheinbar abstrakten Schmerzdaten schaffen?

Für die Therapie von chronischen Schmerzen werden über lange Zeiträume Daten über die Veränderung der Befindlichkeit des Patienten, Bewegungsprofile, Schlafgewohnheiten, Wetter oder zeitliche Abläufe von Therapiemaßnahmen
beobachtet, analysiert und darüber hinaus auf Muster und Beziehungen überprüft. Um dem Schmerztherapeuten dies zu ermöglichen, benötigt er ein effektives und effizientes Werkzeug. Hierbei unterstützen (interaktive) Datenvisualisierungen die menschliche Kognition bei der schnellen Erkennung von Mustern, Lücken und
Ausreißern – auch bei großen Datenmengen. Die Frage nach einer solchen interaktiven Datenvisualisierung bildete daher die Grundlage meiner Arbeit: „Quiri Analyzer“ entstand in einer dritten Phase des Gesamtprojekts
„Quiri“ und ergänzt dieses um die Benutzungsschnittstelle für den Mediziner zur Auswertung der gesammelten Daten des einzelnen Schmerzpatienten.

Wie visualisiert man Daten für die Schmerztherapie?

Ich möchte in diesem Blogbeitrag fachliche Anforderungen (welche Art von Daten je nach Diagnose in welchem Zyklus erfasst werden) zunächst ausklammern. Eine besondere Herausforderung aus UX-Perspektive ergab sich vielmehr in der Fragestellung nach dem passenden Prototyping-Werkzeug, um Darstellung und Interaktion mit komplexen Datenmengen auch im Vorfeld mit potentiellen Anwendern hinreichend zu evaluieren.

Bei meiner Recherche zum Thema Prototyping habe ich hier und da Ansätze gefunden. Vom intensiven Paper-Prototyping bis zu ausschließlich digitalen Mock-ups: Viele dieser Methoden waren leider nur für wenig interaktive Visualisierungen oder sehr kleine Datenmengen geeignet. Aus dem bunten Repertoire der Prototyping-Methoden musste ich für mich diejenigen herausfinden, die meine Anforderungen erfüllten:

  • große Mengen von Datenpunkten flexibel designen und anpassen
  • bestenfalls responsives Design
  • Interaktivität!
  • funktionaler Prototyp
  • Möglichkeit, mit Nutzern explorativ zu testen

Eine weitere Besonderheit in diesem Projekt war die schwer zugängliche, kleine Zielgruppe: Schmerztherapeuten sind meist vielbeschäftigte Menschen mit einem vollen Terminkalender. Folglich sollte innerhalb der Evaluations-Sessions möglichst wenig Abstraktion, sondern vielmehr konkretes „Explorieren“ anhand realistischer Patientendaten bewertet werden, um für meinen Fall wertvolles Feedback zu erhalten, d.h. es mussten sinnvolle Daten in einen hoch funktionalen Prototyp fließen, um mein angestrebtes Filterkonzept zu testen.

Tools meiner Wahl

Die Visualisierungen der einzelnen Parameter, die für die Therapie von Schmerzen relevant sind, scribbelte ich zunächst auf Papier. Auf Papier lassen sich solche rudimentären Entscheidungen bereits gut treffen und erste Ansätze mit Kollegen diskutieren. Auch das grobe Layout sowie die Idee des Filterkonzeptes und der zeitlichen Darstellung der Daten habe ich auf diese Weise konzipiert.
Schnelle Änderungen oder neue Ideen waren kein Problem!

Durch dieses Vorgehen konnte ich in einer zweiten Prototyping-Phase zunächst das Layout und das UI in Form digitaler Wireframes im Prototyping-Tool Antetype testen. In dieser Phase habe ich vor allem mit statischen Inhalten gearbeitet und mich zunächst viel mit dem grundsätzlichen UI beschäftigt. Durch den Sprung zum digitalen Prototyp hatte ich beispielsweise die Möglichkeit, wiederkehrende Elemente per „Copy-Paste“ weiterzuverwenden oder Informationen ein- und auszublenden. Mit meinen Kollegen führte ich anhand dieses Prototyps einige Expert Reviews durch, um in einer weiteren Iteration Verbesserungen einzubauen.  Antetype gab mir in dieser Phase des Projekts die Möglichkeiten, Layout, Interaktionen mit dem UI und responsives Verhalten zu entwickeln und anzupassen.

Da die User Experience bei der Auswertung so vieler Daten aber letztendlich von den möglichen Interaktionen mit den Daten abhängt und sich diese möglichst echt und richtig anfühlen müssen, blieb mir nur der Weg zu einem funktionalen Prototyp. Da ich mit dem Framework D3.js bereits erste Erfahrungen gesammelt hatte und ich für „Quiri Analyzer“ eine hohe Flexibilität der Visualisierungen benötigte, entschied ich mich für D3 und die Umsetzung als HiFi-Prototyp mit Web-Technologien.
Nach einer kurzen Phase der Einarbeitung in die Möglichkeiten von D3 konnte ich das Konzept aus Antetype nach und nach umsetzen und dabei die Interaktionen realistisch gestalten. In dieser Phase des Prototypings traf ich Entscheidungen darüber, welches Verhalten natürlich wirkt und den Anwender optimal unterstützen kann.
Mit dem entwickelten Prototyp holte ich qualitatives Feedback zu der Anwendung bei zwei Nutzern ein. Der Ansatz, die Nutzer anhand realistischer Patientendaten konkret „Explorieren“ zu lassen, hat meine Erwartungen übertroffen und sich als goldrichtig bewährt.

Vor allen Dingen kann man sich das ja wunderschön auch mit dem Patienten angucken, die Grafik. [...] Menschen lieben Bilder. Ja? Die meisten sind visuell getriggert, und wenn man denen das dann zeigt und denen den Spiegel vorhält: ’Gucken Sie mal selbst. Das sind Sie. Sonst niemand‘. Dann ist da natürlich immense Dynamik dahinter. Cool. ”

Dr. Bialas

In einer zweiten Schleife wurde der Prototyp um ein visuelles Design ergänzt und Verbesserungen aus der Validierung eingearbeitet. Gestaltet in Antetype und umgesetzt mit CSS Styles entstand die finale Version meines Prototyps.

Fazit

Anhand des Praxis-Beispiels „Quiri Analyzer“ habe ich Euch (m)einen Weg gezeigt, Prototyping für interaktive Big-Data-Visualisierungen anzugehen. Die Mühe einer umfangreichen Prototyping-Phase lohnt sich, probiert es selbst aus!

 

Annika Kaltenhauser

UX Designer

SPS IPC Drives 2016 – Mit Augmented Reality und HoloLens in die virtuelle Maschinenhalle

16.11.2016

Das Thema „Industrie 4.0“ ist allgegenwärtig, besonders auf der in Europa führenden Fachmesse für elektrische Automatisierung – der SPS IPC Drives 2016 in Nürnberg.

Hier wird deutlich, wie sehr die technischen Fortschritte uns gegenwärtig beeinflussen und unsere Zukunft verändern werden. Der Trend geht eindeutig hin zur Verschmelzung von digital-virtueller und physikalischer Welt. Wie das im Detail aussehen kann, zeigt Ergosign zusammen mit Inosoft und Digitec anhand eines interaktiven Showcase, der Sie mittels der Datenbrille „HoloLens“ und Augmented Reality in unsere virtuelle Maschinenhalle entführt.

Wir verknüpfen hierbei die klassische Maschinenbedienung mittels HMI mit zukünftigen Interaktionsszenarien basierend auf der Datenbrille von Microsoft. Durch die Augmented Reality-Brille wird die Umgebung des Anwenders um kontextspezifische Hologramme erweitert, die dreidimensional an der realen Maschine erscheinen. So wird dem Bediener unmissverständlich angezeigt, wo an der Maschine Reparaturen oder Wartungen durchzuführen sind als auch, welche Handgriffe und Werkzeuge zur Lösung der Aufgabe notwendig sind.

Die direkte Überlagerung („Mapping“) von Problem und Lösung führt hierbei zu immensen Vorteilen in der Verständlichkeit von komplexen Abläufen. Datenbrillen wie die HoloLens führen Sie sicher z.B. durch ein Wartungsszenario, sodass der Inbetriebnahme der Maschine nichts mehr im Wege steht.
Wir laden Sie herzlich ein, die Vorteile und Möglichkeiten der Bedienergonomie 4.0 selbst zu erleben und mit uns zu diskutieren. Besuchen Sie uns in Halle 7/ Stand 480.

The Quiri Ecosystem auf der Medica 2016

11.11.2016


Die Medica 2016 hält auch dieses Jahr wieder die neuesten Innovationen und Trends der Medizin für ihre Besucher bereit. Wir haben die nächste Ausbaustufe unseres Showcases „QUIRI“ im Gepäck und zeigen, wie User Experience Design in der Schmerzerfassung erfolgreich eingesetzt wird. Patienten können Befindlichkeitswerte via Smart Watch erfassen, zusätzlich werden Metadaten wie beispielsweise Wetter, körperliche Aktivität und Herzfrequenz des Patienten zu jeder Tages- und Nachtzeit aufgezeichnet. In der Summe liefern diese Informationen unmittelbar wertvolle Auswertungsmöglichkeiten für die passende Therapie über ein speziell für Therapeuten gestaltetes Web-Interface. Um die Schmerzmittel immer exakt zu dosieren, wird nun auch der Verlauf und Erfolg aktueller Schmerztherapien und Medikations-Einstellungen entsprechend visualisiert.
Genaueres erfahren Sie an unserem Stand E48 in Halle 15. Dort können Sie die Quiri App auf dem Smartphone oder der SmartWatch live erleben. Schauen Sie vorbei und überzeugen Sie sich selbst von der Schmerztherapie von morgen.

Sustainability meets UX - Seien Sie dabei!

10.10.2016

Nur noch wenige Wochen bis zum World Usability Day rund um das Thema „Sustainable UX“: Erstmals wird in Saarbrücken ein interaktiver Studenten-Workshop zur schlanken und schnellen Konzeption einer Bike Sharing App angeboten. Darauf folgen spannende Vorträge über „nachhaltigen Ärger“, Verbesserung der Lebensqualität von jungen Patienten durch UX und zu praxisnaher Design-Anwendung in der Luftfahrt. Alles zum WUD Saarbrücken können Sie auf der Website nachlesen und sich dort auch gleich kostenfrei anmelden. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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