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Apple WWDC 2016 - Viel Neues, wenig Innovation


Tobias Zapp

Senior UX Designer
UI Developer
Lead Mobile Solutions


22.06.2016

Apple stellte am 13.06.2016 jede Menge Verbesserungen und neue Features für die Plattformen tvOS, watchOS, iOS und macOS - ehemals OS X - auf der Entwicklerkonferenz in San Francisco vor. Neben sehr vielen mehr oder weniger sinnvollen App-Anpassungen, wie beispielsweise das nun an „Featuritis“ leidende, völlig überladene iMessage oder das notwendige Redesign von Apple Music, möchte ich vor allem drei aus UX-Sicht interessante Themen hervorheben.

AppleWatch - Das Warten hat ein Ende

Die zweite Generation der Apple Watch wurde zwar nicht angekündigt, dafür aber die Performance der Watch Apps deutlich verbessert. Relevante Informationen werden zukünftig bereits im Hintergrund geladen, sodass eine flüssige Interaktion - die längst überfällig war - ohne langes Starren auf einen Ladeindikator möglich ist. Zusätzlich hat Apple die Glances zu Gunsten eines App Docs abgeschafft und somit für den „Side Button“ gleich zwei sinnvolle Funktionen gefunden. Neben dem Öffnen des Docs (vergleichbar mit dem App Switch unter iOS) ist es nun auch möglich, einen Notruf in jedem Land automatisch abzusetzen. Dabei werden auch direkt die persönlichen Gesundheitsinformationen übermittelt.
Dieses Feature ist vor allem für den Medical-Bereich interessant. Denkbar wären beispielsweise unterschiedliche Informationen, je nach Umfeld und Benutzerrolle. So könnten sowohl Patienten als auch Ärzte oder Pflegepersonal dieses Feature in unterschiedlichem Umfang nutzen.
Durch die Performance-Optimierung und die verbesserte Navigation zwischen Apps könnte nun auch der Einsatz einer Apple Watch im produktiven Umfeld für Unternehmen interessanter werden. Wie gut sich das neue Eingabe-Feature Scribble - Buchstaben können mit dem Finger auf dem Display gezeichnet werden - anfühlt und funktioniert, bleibt noch abzuwarten.

iOS 10 - Kontext is King

iOS 10 ist intelligenter geworden und bietet dem Benutzer in bestimmten Situationen Informationen an, ohne dass dieser explizit danach fragen muss. „Contextual Prediction“ nennt Apple dieses Feature. Beispiele hierfür sind proaktive Vorschläge zu Telefonnummern, wenn ein Name in Verbindung mit dem Wort „Phone“ in einer Mail verwendet wird, das Überprüfen von freien Terminen im Kalender oder Routenvorschläge für erkannte Ziele. Mit iOS 9 hat Apple bereits erste Schritte in diese Richtung unternommen und diese jetzt - wie in meinem Blog Beitrag vom 17.02.2016 gefordert - weiter ausgebaut.
Zusammen mit besseren, interaktiveren Rich Notifications auf dem Lockscreen, mehr Inhalten in der 3D Touch Preview und vor allem „Contextual Prediction“ möchte Apple seine Benutzer in ihrem persönlichen Umfeld abholen. Alle wichtigen Informationen sollen direkt angeboten werden, ohne dass viele Interaktionen notwendig sind. Dieses Vorgehen ist aus meiner Sicht sehr vielversprechend und genau der Weg, wie in Zukunft gerade im mobilen Bereich die Interaktion mit digitalen Systemen aussehen wird. Im produktiven Umfeld ist von großer Bedeutung, dass unsere Anwendungen automatisch erkennen, was in welcher Situation wichtig ist und den Benutzer entsprechend darauf hinweisen. Die Daten werden so aufbereitet, dass sie leicht verständlich sind und direkt darauf reagiert werden kann.

Siri ist überall

Mit dem aus Konsistenzgründen in macOS Sierra umbenannten Desktop Betriebssystem hat nun auch Siri den Weg auf den Mac gefunden. Hinzu kommt, dass der Sprachassistent jetzt auch mit Drittanbieter-Apps aus dem Appstore kommunizieren kann. Das und die Tatsache, dass Siri viel mehr Befehle aus dem Kontext heraus versteht, könnte dem Feature endlich einen echten Mehrwert verleihen. Im Hinblick auf den ECHO von Amazon hatte Apple hier auch Nachholbedarf, was multimodale Interaktion angeht. In Verbindung mit HomeKit und CarKit existieren auch direkt zwei Apple Use Cases, die eine gut funktionierende Sprachsteuerung voraussetzen.
Mit dem verbesserten und nun omnipräsenten Siri sehe ich hier, neben möglichen Datenschutzbedenken, das größte Potential von allen vorgestellten Neuerungen. Multimodale Interaktion kann in allen Bereichen in unterschiedlichsten Formen eingesetzt werden, ihr gehört die Zukunft. Auch im Hinblick auf neue Technologien, wie beispielsweise Augmented Reality, die gerade den Vorteil bieten, dass der Benutzer beide Hände frei hat, müssen wir uns von der Vorstellung der klassischen Maus/Touch-Interaktion trennen.

Fazit - Alles rückt zusammen

Apple lieferte eine beeindruckende Menge an neuen Features. Wirklich neu und innovativ ist jedoch keines davon. Einige Dinge, die die Konkurrenz besser macht, wurden optimiert und grundsätzliche Weichen in zukünftige Ausrichtungen gestellt. Ein wichtiger Punkt für Apple ist das Zusammenspiel aller Plattformen. Dies zeigt sich z. B. dadurch, dass ein Mac direkt mit einer Apple Watch entsperrt oder Inhalte auf einem Device kopiert und auf einem anderen nahtlos wieder eingefügt werden können.
Apple hat erkannt, dass der Fokus weg von einzelnen Devices, hin zu der Optimierung der Experience eines ganzheitlichen Workflows gelenkt werden muss. Wir werden zukünftig mehrere mobile Geräte abhängig von unserem aktuellen Umfeld und Aufgaben verwenden. Der Umgang mit Multi-Device-Anwendungen ist eine wichtige Aufgabe für UX Designer geworden. Apple geht mit seinen Updates einen Schritt in die richtige Richtung.

Für alle Plattformen ist ab sofort eine Developer Beta verfügbar und das Release wurde - traditionell ohne Angabe eines genauen Datums - für Herbst angekündigt.


Eine Auflistung aller Neuerungen und das Video zu der Entwicklerkonferenz kann der Apple Seite entnommen werden.



Unfold your Brain – Wie man Blockaden lösen und spontane Kreativität erzeugen kann


Bento Orlando Haridas

UX Designer


Sascha Schäfer

UX Designer



17.06.2016

Sonne, eine wunderschöne Stadt, interessante Menschen und jede Menge Wissen.

Was kann eine Stadt wie Lissabon, mit ihren wunderschönen, farbenfrohen alten Häusern, ihrem warmen Klima, ihrem ausgezeichneten Essen und den sehr freundlichen und herzlichen Menschen noch besser machen?

Für uns: eine Konferenz rund um das Thema UX. Wir, Bento Haridas und Sascha Schäfer, waren für Ergosign auf der UXLx 2016 in Lissabon vor Ort, um zwei Tage lang Vorträge und Workshops zu besuchen und neue Einsichten und Wissen für zukünftige Projekte aus Portugal mitzubringen.

Als UX Professionals ist unsere Kreativität die Basis und der Motor unserer Branche. Allerdings ist sie kein Gut, das man abrufen kann, wann immer es einem beliebt. Denise Jacobs hat in ihrem Workshop gezeigt, wie man Blockaden lösen kann und wieviel spontane Kreativität in allen Teilnehmer steckt.

Als Bonus für die Wissenschaftler unter uns hat sie außerdem erläutert, welche Gehirnwellen für entspanntes Denken benötigt werden. Um das Gehirn in einen kreativen Modus zu versetzen, benötigen wir Alpha-Wellen. Diese Wellen auszulösen, ist durch äußere Einflüsse oder Stress nicht immer ganz einfach.

Glücklicherweise sind die Techniken von Denise Jacobs auch am Arbeitsplatz möglich:

Enter Alpha

Augen schließen und entspannen, dann die Zunge sanft an den vorderen Gaumen drücken und gleichzeitig die Augen leicht nach oben drehen. Nun ein paar Mal tief einatmen. Während des Atmens werden die Gehirnwellen von Beta nach Alpha wechseln.

Space Out

Sieh dir Wolkenmuster an, beobachte Wasser in Bewegung oder ähnliches. Diese Übung stimuliert Dein Gehirn und hilft Dir, kreative Gedankenmuster zu erlangen.

Deliberate Daydreaming

Beschäftige Dich mit bewusstem Tagträumen. Das Ziel ist, genug Bewusstsein während eines Tagtraums beizubehalten, dass man sich währenddessen selbst unterbrechen kann, um einen kreativen Gedanken festzuhalten. Die Momente zu erkennen, in denen man Tagträume hat, ermöglicht so manche Erkenntnis. Produktives Tagträumen ist ein behutsamer Balanceakt.

Take a Genius Nap

Bei einem “Genius Nap” beeinflusst Du den Alpha-Status, in den Dein Gehirn übergeht, kurz bevor Du einschläfst. Nimm eine Schlafposition ein, in der Du schlafen und gleichzeitig soweit wach bleiben kannst, dass Du nicht vollständig in den Schlaf fällst. Fange an Dich zu entspannen und in den Alpha-Modus überzugehen. Erlaube Ideen, an die Oberfläche zu gelangen. Sobald eine auftaucht, wecke Dich selbst auf und fange sie ein.

Get (Ideas) Moving

Wenn Dein Brainstorming Dich ermüdet, frustriert, stresst oder auf eine andere Weise ins Stocken gerät, solltest Du Deinen Blutkreislauf anregen.
Stehe auf, springe hoch und bewege dabei Deine Arme und Beine, renne einmal um den Parkplatz oder versuche etwas anderes, um Deinen Blutfluss zu stimulieren. Finde heraus, wie Du Bewegung in Deinen üblichen Arbeitstag integrieren kannst. Je aktiver Du bist, desto aktiver arbeitet Dein Gehirn.

Walking Idea-Dreaming

Integriere einen entspannten Spaziergang zum Denken in Deinen Arbeitstag. Finde einen angenehmen und ruhigen Platz - am besten in freier Natur. Das könnte der Platz sein, an dem Du Deine besten Ideen bekommst.

Different Angles

Setze oder lege Dich auf den Boden und stell Dir vor, die Welt aus dieser Perspektive zu sehen. Setze Dich in eine andere Ecke des Raums und beobachte von dort. Steige auf etwas hinauf und schau Dir die Szene an, als würdest Du an der Decke gleiten. Nimm ein Blatt Papier, rolle es zu einem Trichter und schau Dir die Welt durch diesen Trichter an. Alternativ kannst Du mit geschlossenen Augen durch einen Raum laufen und entdecken, wie Du den Raum wahrnimmst.

Schreibe auf und zeichne, was Du wahrgenommen hast. Nutze diesen Perspektivenwechsel, um eine kreative Lösung zu erlangen, die Dir bisher entgangen ist.

Let’s get relaxed and creative

Links herum um die Alster beim Lauf gegen Rechts

13.06.2016


In Hamburg an der Außenalster stand der 29. Mai 2016 ganz unter dem Motto „gegen Rechts“. Vier Ambitionierte aus unserem Hamburger Ergosign-Team meisterten die 7,4km Laufstrecke links herum um die Alster mit Bravour und setzten damit ein Zeichen gegen Fremdenhass und Faschismus. Insgesamt stellten sich knapp 2000 Starter der Herausforderung. Alle Erlöse kommen dem Hamburger Bündnis gegen Rechts zu Gute. Danke für euren Einsatz!




Last Thursday Talks – Ideation und Prototyping im Team

25.05.2016


Ideation und Prototyping im Team – wie Kreativ-Workshops funktionieren. Diese Frage beschäftigt viele UX-Praktiker und –Interessenten. Ergosign veranstaltet diesen Donnerstag, den 26. Mai 2016, den Last Thursday Talk der UXPA Switzerland zu eben diesem Thema. Die UXPA ist das User Experience-Netzwerk der Schweiz.

User Experience Design lebt von verschiedenen Meinungen und Erfahrungen. Vor allem bei neueren Vorgehensmodellen wie Design Thinking und Lean UX ist Teamarbeit essentiell. Ideen und Konzepte werden gemeinsam entwickelt, bestenfalls in Workshops.  Wie genau diese gestaltet werden sollten, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen, erklärt Toni Steimle, UX Director bei Ergosign und Standortleiter der Ergosign Switzerland in Zürich, im Rahmen des Last Thursday Talks. Es werden verschiedene Methoden wie Bodystorming, User Story Mapping, 365 oder Charrette vorgestellt. Davon ausgewählte werden direkt in die Tat umgesetzt.

Toni Steimle lädt alle Teilnehmer am Donnerstag, den 26. Mai 2016 von 18:30 – 20 Uhr, herzlich ein, auch zum anschließenden Apéro. Veranstaltungsort ist das Ergosign Office in der Badenerstraße 808 in Zürich. Bei kurzfristigem Interesse wenden Sie sich gerne direkt an Toni Steimle.

Fit in Design & Development – Ergosign präsentiert sich auf der Jobmesse in Furtwangen

18.05.2016


Am 12. Mai 2016 gewährten Christian Grieger und Justine Kiermasch den Studenten der Hochschule Furtwangen einen Einblick in die tägliche Arbeit der UX Designer und UI Developer bei Ergosign.

Unter dem Motto „Fit in Design & Development – fit für Ergosign“ konnten die Besucher einen Blick hinter die Kulissen eines modernen Arbeitgebers werfen. Als sportliches, junges Team lebt Ergosign diese Philosophie: So sind unsere Mitarbeiter an jedem Standort bei Firmenläufen am Start, organisieren regelmäßige Soccer-Events und treffen sich einmal im Jahr zum gemeinsamen Skifahren.

In Furtwangen konnten die Besucher bei der neu entwickelten „Virtual Reality Soccer Challenge“ dann ihre Fitness einmal selbst unter Beweis stellen und dabei tolle Preise gewinnen. Unter allen Teilnehmern wurde ein Fitbit Alta verlost und die besten drei Virtual Reality Player konnten sich über einen Bierkastenkicker freuen.

Wir hatten viel Spaß in Furtwangen und freuen uns bereits auf die nächste Jobmesse im hohen Norden. Dort präsentiert sich Ergosign am Dienstag, den 24. Mai 2016 den Studenten der Hochschule Wedel.

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