Referenzen

Quiri

12.02.2015

Schmerzerfassung spielt für Healthcare Professionals und die Patienten selbst eine wichtige Rolle: zur Messung und zur Dokumentation der allgemeinen Befindlichkeit eines Patienten und um Entscheidungen bezüglich der Dosierung der Medikation zu unterstützen. Die bislang etablierten Schmerzskalen werden entweder als Selbsteinschätzung durch den Patienten angewendet oder, bei nicht auskunftsfähigen Patienten, als Fremd-Einschätzung durchgeführt. Ärzte und Patienten arbeiten hierbei meist noch mit klassischen, graphisch wenig ansprechenden „Paper/Pencil“ Methoden. Teilweise existieren zwar semi-digitale Erfassungsmöglichkeiten, diese sind jedoch von so geringer Gebrauchstauglichkeit, dass die Compliance (Nutzungsakzeptanz) massiv leidet. Die Folge sind lückenhafte und wenig verlässliche Daten.

Um die Erfassung der Daten und den Austausch zwischen Patient und Arzt zu erleichtern, entwickelten wir das Konzept für „Quiri” - eine App zur Befindlichkeitsmessung für mobile Geräte - besonders zur Verwendung bei Kindern und Jugendlichen, die unter chronischen Schmerzen leiden (Quiricus und Julitta gelten als Schutzpatrone für Familien und für kranke Kinder).

Unser Fokus lag hierbei zunächst auf der Schmerzerfassung für Kinder, da diese Anwendergruppe besondere Herausforderungen an das UI stellte. In der grundlegenden Konzeption wurde jedoch ebenso die Skalierbarkeit auf andere Altersklassen berücksichtigt.
Quiri ermöglicht die Erfassung und Dokumentation von Schmerzen in einer Vielzahl unterschiedlicher Messmethoden und bilden diese in einem leicht zu nutzenden Workflow und zeitgemäßem Design ab.

Quiri wurde anhand der Usability Standards für medizinische Geräte IEC 62366 entwickelt. Aktuell wird die summative UI-Validierung gemäß IEC 62366 mittels eines High-Fidelity Prototypen für Tablets vorbereitet.

Die neuen Designs, zum Beispiel die für Kinder verschiedener Ethnien erstellten Gesichter-Skalen, müssen im Nachgang zur Validierung der Gebrauchstauglichkeit noch als Fragebogen-Instrumente gemäß der üblichen Test-Gütekriterien klinisch abgesichert werden, dazu werden wieder Mediziner eingebunden.

Für die endgültige App ist der Funktionsumfang noch zu bestimmen (und dann sind natürlich ggf. noch Komponenten nach zu validieren), z.B. hat die Anforderungsanalyse ergeben, dass nicht nur die verlässliche Messung der Befindlichkeit und des aktuellen Schmerzerlebens für die Mediziner von Interesse ist, auch eine Medikamenten-Datenbank mit Hinweisen zur Medikations-Planung wird als sinnvoll erachtet, beispielsweise zur Vermeidung von „kumulierenden Nebenwirkungen“ - wenn mehrere Arzneimittel gleichzeitig eingenommen werden, kann ein und dieselbe Nebenwirkung möglicherweise mehrfach und dadurch verstärkt oder vermehrt auftreten.

Das Ergosign-Team freut sich über Kontakte, die Interesse an der Umsetzung von „Quiri“ als App zur Anwendung im klinischen Alltag haben und mit uns zusammen die Lebensqualität der Patienten verbessern möchten.

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