Steve Jobs betonte bei der iPad-Ankündigung Apples dezidierten Vorstoß in ein neues drittes Gerätesegment zwischen Smartphone und traditionellem Computer/ Laptop. Erklärter Zielkontext ist dabei - zumindest anfangs - der Heimbereich, in dem primär Content in Form von Webseiten, Fotos, Filmen und Büchern konsumiert wird.
Aus User Interface Designer-Sicht sind dabei vor allem die folgenden Aspekte spannend:
Insgesamt repräsentiert das iPad viel auszuschöpfendes Potential, insbesondere für uns als User Experience Designer, deren graue Gehirnzellen seit Steves Keynote rotieren.

Im Folgenden stellen wir zwei Anwendungsszenarien vor, die den Vorteil eines solchen (integrierenden) Tablets im Heimbereich hervorheben, welches gegebenenfalls sogar von mehreren Familienmitgliedern geteilt werden kann.
(Disclaimer: Natürlich sind wir uns bewusst, dass es bereits vor dem iPad vergleichbare Geräte und Konzepte gab. Nur angesichts der Medienresonanz ist davon auszugehen, dass - genauso wie iPod und iPhone für einen fundamentalen Umbruch im Musik- respektive Smartphone-Business stehen - das iPad das Tablet-Business revolutionieren wird).
Bisher schaltete Homer jeden Morgen direkt nach dem Aufstehen sein Radio an, um gute Musik gemischt mit Nachrichten und Wetterbericht zu hören. Doch meistens störte entweder die eher grenzwertige Musikauswahl der Moderatoren oder aber die mangelnde Häufigkeit der Nachrichten.
Mit unseren neuen radio.app kann nun dieses Angebot wesentlich verfeinert werden: Unzählige semantische Verknüpfungen durch freie Künstler-Tags, Nachbarschaften mit Leuten, die einen ähnlichen Geschmack haben sowie individuelle Nachrichten-Intervalle sind nur einige Funktionen.
Lisa findet die statischen Darstellungen in den Physik-Lehrbüchern zu abstrakt, infolgedessen richtig öde, was sich natürlich in den Noten widerspiegelt.
Mit unseren neuen learning.app kann sie nun alle Versuchsaufbauten perspektivisch betrachten, reinzoomen und als Film beliebig schnell ablaufen lassen.
Der Vorteil der Gestensteuerung liegt auch in diesem Szenario wieder (buchstäblich) auf der Hand: Neben der Manipulation der Darstellungsperspektive können auch - je nach Auflösungsstufe - unterschiedliche Detailinformationen angezeigt und sogar die Aufbauten in einer Art verändert werden, die der realen Unterrichtssituation entspricht.
Letztlich werden die physikalischen Zusammenhänge durch die natürliche Interaktion für Lisa direkt greifbar und schlüssig. Fehler im Aufbau werden direkt sowohl im Schema als auch in den Formeln durch Live-Simulation angezeigt.